Somerville Heidelberg – Ein Projekt mit langem Atem und viel Herz

Kunde: Tdrei Vermietungs-GmbH & Co. KG
Jahr: 2023-2025
Typ: Begleitung, Entwicklung & Vermarktung
Unternehmen: Das "Sommerville" im HIP

Herausforderung

Ein vielversprechender Standort mit schwerem Start: leerer Rohbau, keine Frequenz, keine klaren Timings. Ein Projekt, das Mut, Vorstellungskraft und Durchhaltevermögen brauchte – besonders in der Gastronomie, wo Planbarkeit entscheidend ist und Investitionen oft schnell greifen müssen.

Lösung

Mit Erfahrung, einer Vielzahl von Besichtigungen, über zahllose Kundenkontakten und viel Kreativität haben wir mit Tdrei einen tragfähigen Mix geschaffen – aus Konzept, Mensch und Funktion. Gastronomie, die den Ort belebt, statt ihn zu überfordern. Ein Ergebnis, das von Geduld, Klarheit und echter Leidenschaft getragen wurde.

Im August 2023 trat Ronald The von der Tdrei Vermietung GmbH & Co. KG an uns heran, um zu fragen, ob wir Interesse hätten, ihr Projekt am Mary-Sommer-Platz im HIP in Heidelberg mitzuentwickeln und zu vermarkten.

Die sieben Partner der Tdrei GmbH hatten ein Gebäude im Heidelberg Innovation Park (HIP) erworben, um dort mit ihren Unternehmen gemeinsam einzuziehen. Im unteren Bereich des Gebäudes sollte – auf Wunsch der Stadt Heidelberg und im Sinne der umliegenden Firmen – eine gastronomische Versorgung entstehen. Ziel war es, den Platz mittags mit einer attraktiven Verpflegung zu beleben und abends mit Gastronomie, Einzelhandel und weiteren Formaten in Szene zu setzen.

Mit dieser Aufgabe wurden wir betraut. Da wir uns nicht als klassische Immobilienmakler, sondern als Kombination aus Gastronomieberatung und Full-Service-Agentur verstehen, gingen wir mit einem umfassenden Blick ans Werk.

Im ersten Schritt führten wir eine fundierte Marktanalyse durch, entwickelten darauf aufbauend ein gastronomisches Konzept und begannen, erste räumliche Strukturen zu denken – mit der Idee, eine Art Foodcourt zu schaffen, in dem sich verschiedene Betriebe gegenseitig befruchten und nicht kannibalisieren.

Das Projekt befand sich bereits in der Planung, und es hatte sogar schon eine erste Belegung mit Mietern gegeben. Doch Corona, Lieferengpässe und steigende Bauzinsen – die Schreckensgespenster der vergangenen Jahre – machten den ursprünglichen Betreibern einen Strich durch die Rechnung.

Am Anfang stand ein leerstehendes Gebäude, das mit viel Fantasie und Vision wiederbelebt werden konnte. Die Rahmendaten jedoch versprachen Potenzial: Das Somerville ist das erste Haus am Mary-Somerville-Platz – dem Herzstück des Heidelberg Innovation Park. Die aktive Bewirtschaftung des Platzes war möglich und ausdrücklich erwünscht.

Das Gelände, ein ehemaliger US-Army-Standort, wurde zum zukunftsorientierten Campus umgewandelt. Im HIP sollen künftig rund 5.000 Arbeitsplätze entstehen. In direkter Nachbarschaft zum Somerville befinden sich bereits zahlreiche Unternehmen, der SNP Dome und vieles mehr.

Zwischen den Stadtteilen Kirchheim und Bahnstadt gelegen, bietet das Areal rund 30.000 Quadratmeter Grün- und Freiflächen sowie eine optimale Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, das Radwegenetz und die Autobahn – eine 1A-Lage, die mit dem Abschluss der Quartiersentwicklung ihr volles Potenzial entfalten wird

Ein schwieriger Start also – mit den besten Voraussetzungen. Die Herausforderung bei diesem Objekt war: Der zukünftige Pächter braucht viel Fantasie. Es gibt Anfangsrisiken, und die Eröffnungstermine sind häufig weit entfernt oder nicht exakt planbar. Gerade in der Gastronomie ist das oft ein Hindernis in der Vermarktung.

Das Gebäude selbst entspricht dem modernsten Stand der Technik – mit KfW-70-Bauweise, dreifach verglasten Fenstern, einer modernen Hauptstromverteilung, Fernwärme (optional Fernkälte), standardisierten WC-Einheiten und einem Außenbereich, der aktiv zur Belebung des Platzes genutzt werden kann – ausdrücklich erwünscht seitens der Stadt Heidelberg.

Unsere Planung sah sieben Einheiten vor – fünf für Gastronomie, zwei für Einzelhandel –, um einen attraktiven Nutzungsmix zu erreichen. Schnell zeigte sich jedoch, dass die Einzelhandelsflächen schwerer zu vermarkten waren: fehlende Laufkundschaft und eingeschränkte Sichtbarkeit durch eine geringe Fensterfront.

Bereits in den ersten zwei bis drei Monaten war klar, dass dies eine große Herausforderung werden würde. Doch wir nahmen sie an – und gaben über zweieinhalb Jahre Vollgas. Wir hatten zwischenzeitlich das gesamte Gebäude zweimal nahezu komplett vermietet, mit unterschiedlichen Konzepten. Ein großer Betreiber war auf der gesamten Fläche bereits kurz vor Vertragsabschluss – doch es sollte nicht sein.

Im Verlauf des Projekts haben wir mit einer Vielzahl qualifizierter Kandidaten intensive Gespräche geführt. Zahlreiche Besichtigungen und persönliche Termine vor Ort haben dazu beigetragen, ein belastbares Bild des Marktes und der Interessenten zu entwickeln.

Parallel dazu wurden wir zunehmend operativ in das Projekt eingebunden und haben über die reine Vermarktung hinaus Verantwortung übernommen – insbesondere in der Fachplanung. Dazu gehörten unter anderem die Entwicklung von Küchenlösungen sowie die aktive Unterstützung potenzieller Pächter bei der Ausarbeitung von Konzepten und Businessplänen. So konnten wir nicht nur Kandidaten prüfen, sondern auch gezielt zur Entscheidungsreife führen.

Und schließlich – Anfang Sommer – waren die Flächen erfolgreich vermarktet.

Am Ende sind wir ehrlich gesagt auch ein bisschen stolz: Gemeinsam mit dem Team von Tdrei ist es gelungen, einen großartigen Mix auf die Beine zu stellen. Wir wünschen allen Pächtern einen erfolgreichen Start. Und an alle Heidelberger: Geht unbedingt zum Mary-Somerville-Platz 5 und besucht die neuen Gastgeber!

Ob georgische Küche, asiatisches Fusionkonzept, ein moderner Deli-Kiosk, die Bar L'and, Eis im Eiswerk & eine Tangoschule – wir glauben, dass wir eine besondere Kombination aus Konzepten und Menschen vereinen konnten. Ergänzt wird das Ensemble durch die vielfach ausgezeichnete Marketingagentur Frau Holla. Wir freuen uns schon jetzt auf viele Mittagessen auf der Durchfahrt von und zu unseren Projekten in der Zukunft.

Was sagt der Kunde

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